Hidden Bulgaria
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Kirche der Sieben Heiligen in Sofia, eine ehemalige Moschee und heute orthodoxe Kirche
Kirche & KlosterSofia und Westbulgarien

Kirche der Sieben Heiligen, die Schwarze Moschee von Sofia als orthodoxe Kirche

Die Kirche der Sieben Heiligen (Sweti Sedmotschislenizi) ist eine bulgarisch-orthodoxe Kirche im Zentrum von Sofia, in einer kleinen Grünanlage nahe der Graf-Ignatiew-Schule. Sie begann im 16. Jahrhundert als Schwarze Moschee und wurde zur Kirche umgebaut, die 1903 geweiht wurde. Hier treffen römische, osmanische und bulgarische Schichten der Hauptstadt in einem Gebäude aufeinander.

Diese orthodoxe Kirche im Herzen von Sofia war eine osmanische Moschee, dann Militärlager und Gefängnis. Darunter liegen eine frühchristliche Kirche und ein römischer Asklepios-Tempel.

WoZentrum von Sofia, in einer kleinen Grünanlage zwischen der Zar-Iwan-Schischman- und der Graf-Ignatiew-Straße
ArtBulgarisch-orthodoxe Kirche, entstanden aus einer osmanischen Moschee des 16. Jahrhunderts
Ideal fürArchitektur- und Geschichtsfans sowie für einen kurzen Halt in der Innenstadt
AnreiseMitten in Sofia, zu Fuß erreichbar von weiteren zentralen Sehenswürdigkeiten wie dem Battenberg-Mausoleum und dem Amphitheater von Serdica

Die Geschichte der Kirche der Sieben Heiligen

Der Boden unter dieser Kirche gilt seit sehr langer Zeit als heilig. Grabungen im Jahr 1901 legten die Reste einer frühchristlichen Kirche aus etwa dem 4. bis 6. Jahrhundert frei, und in den Fundamenten zeigte sich ein noch älteres heidnisches Heiligtum des Asklepios aus dem römischen Serdica, wie Sofia damals hieß. In späteren Jahrhunderten gehörte das Grundstück zum Rila-Kloster, das hier eine Niederlassung unterhielt.

Im 16. Jahrhundert, zur Zeit Sultan Süleymans des Prächtigen, entstand an dieser Stelle eine Moschee. Wikidata nennt 1528 als Baubeginn, der englische Wikipedia-Artikel spricht von etwa 1547, das genaue Datum ist also unsicher. Die Überlieferung schreibt den Bau dem berühmten Baumeister Mimar Sinan zu, doch der rumänische Artikel betont, dass sichere Belege fehlen. Das Gebäude war ein großer quadratischer Saal unter einer mächtigen, bleigedeckten Kuppel. Sein Minarett bestand aus dunklem Granit, wovon der volkstümliche Name Schwarze Moschee (Kara Camii) stammt. Nach einer nahen Armenküche hieß sie auch Imaret-Moschee, und in der Umgebung standen eine Medrese, eine Karawanserei und ein Hamam.

Das Minarett stürzte im 19. Jahrhundert bei einem Erdbeben ein und wurde nicht wieder aufgebaut. Nach der Befreiung Bulgariens 1878 diente die Moschee nicht mehr dem Gebet. Zuerst wurde sie als Militärlager genutzt, später als Gefängnis, und auch die benachbarte Medrese wurde als Haftanstalt verwendet.

1901 schlug der russische Architekt Alexander Pomeranzew, bekannt durch die Oberen Handelsreihen am Roten Platz, vor, das verfallene Gebäude in eine christliche Kirche umzuwandeln. Die bulgarischen Architekten Jordan Milanow und Petko Momtschilow entwarfen die neuen Teile im traditionellen neobyzantinischen Stil. Nur der zentrale Saal und die Kuppel der Moschee blieben erhalten. Hinzu kamen vier ovale Anbauten, ein Narthex, ein Altarraum und ein Glockenturm; Minarett und Medrese wurden abgetragen. Die Arbeiten dauerten von Mai 1901 bis Mai 1902.

Am 27. Juli 1903 wurde die Kirche geweiht, und zwar zu Ehren der Heiligen Kyrill und Method und ihrer fünf Schüler, die in der orthodoxen Tradition als Sedmotschislenizi, die „Siebenzahl“, verehrt werden. Zar Ferdinand gilt als Hauptstifter, und die Ikonostase schufen die Meister der Familie Filipow aus Debar. Die vollständige Ausmalung des Innenraums wurde erst 1996 abgeschlossen, fast ein Jahrhundert nach Beginn des Umbaus.

Kurioses über die Kirche der Sieben Heiligen

  • Die alte Moschee erhielt ihren Volksnamen Schwarze Moschee wegen des dunklen Granits ihres Minaretts.
  • Die großen Leuchter vor dem Altar wurden 1903 aus ausgedienten Polizeiabzeichen Ostrumeliens und des Fürstentums Bulgarien aus der Zeit vor der Vereinigung von 1885 gegossen.
  • Eine elektrische Uhr des Uhrmachers Georgi Hadschinikolow wurde in den 1930er-Jahren an der Westfassade angebracht und ist Berichten zufolge noch in Betrieb.
  • Der 27. Juli, der Tag der Weihe, ist das Patronatsfest der Kirche und wird zugleich als Tag des heiligen Klemens von Ohrid und der Sieben Heiligen begangen.
  • Petko Karawelow, der viermal bulgarischer Ministerpräsident war, wurde 1903 neben der Kirche beigesetzt; im Hof ruhen auch seine Frau Ekaterina Karawelowa und Bischof Nil Izworow.
  • Die Überlieferung nennt Mimar Sinan als Baumeister der Moschee, doch die rumänische Wikipedia weist darauf hin, dass es keinen sicheren Beweis gibt.

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Einige Beschreibungen sind maschinell übersetzt.

Die Kirche der Sieben Heiligen besuchen: das sollten Sie wissen

  • Die Kirche steht mitten in Sofia in einer Grünanlage, die von den Straßen Zar Iwan Schischman, Graf Ignatiew, 6. September und General Parenssow begrenzt wird.
  • Achten Sie auf die Mischung aus osmanischen und neobyzantinischen Elementen: der alte zentrale Saal mit der Kuppel, die vier hinzugefügten Kuppeln und der Glockenturm über dem Eingang.
  • Die Gräber der Familie Karawelow und von Bischof Nil Izworow liegen im Hof hinter der Apsis.
  • Die kleine Grünanlage davor liegt dort, wo einst die Medrese stand. Ob die antiken Reste unter der Kirche zu besichtigen sind, geht aus den Quellen nicht hervor.
  • Es ist eine aktive Kirche, kleiden Sie sich daher respektvoll und prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Öffnungs- und Gottesdienstzeiten.

Öffnungszeiten, Zugang und Bedingungen können sich ändern. Bitte vorab prüfen.

Karte: Lage von Kirche der Sieben Heiligen

Fotos: Kirche der Sieben Heiligen

Kirche der Sieben Heiligen in Sofia, erste Ansicht
Kirche der Sieben Heiligen in Sofia, zweite Ansicht
Kirche der Sieben Heiligen in Sofia, dritte Ansicht
Straßenszene in Sofia, Aufnahme von 2014
Weitere Ansicht von Sofia, Aufnahme von 2014

Fragen

Was ist die Kirche der Sieben Heiligen in Sofia?

Es ist eine bulgarisch-orthodoxe Kirche im Zentrum von Sofia, umgebaut aus einer osmanischen Moschee des 16. Jahrhunderts. Geweiht wurde sie am 27. Juli 1903.

Warum hieß sie Schwarze Moschee?

Die Moschee hatte ein Minarett aus dunklem Granit, und der Name Schwarze Moschee (Kara Camii) setzte sich durch. Das Minarett stürzte im 19. Jahrhundert bei einem Erdbeben ein.

Wer sind die sieben Heiligen?

Es sind die Heiligen Kyrill und Method sowie ihre fünf Schüler Klemens, Naum, Gorazd, Sawa und Angelarius, die gemeinsam als Sedmotschislenizi verehrt werden.

Was stand vor der Moschee an dieser Stelle?

Bei Grabungen 1901 fand man eine frühchristliche Kirche aus etwa dem 4. bis 6. Jahrhundert und ein älteres Asklepios-Heiligtum aus dem römischen Serdica.

Wer entwarf den Umbau zur Kirche?

Die bulgarischen Architekten Jordan Milanow und Petko Momtschilow entwarfen Kuppel, Narthex und Glockenturm, nachdem der russische Architekt Alexander Pomeranzew den Umbau angeregt hatte.

Wer ist bei der Kirche der Sieben Heiligen begraben?

Im Hof ruhen der Staatsmann Petko Karawelow, viermal Ministerpräsident, und seine Frau Ekaterina sowie Bischof Nil Izworow.

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