Hidden Bulgaria
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Das Kordopulov-Haus in Melnik, erste Ansicht
Modern & DenkmalSofia und Westbulgarien

Kordopulov-Haus, das Weinhändlerhaus von Melnik

Das Kordopulov-Haus ist ein großes Herrenhaus aus spätosmanischer Zeit und der Bulgarischen Wiedergeburt in Melnik, der kleinen Weinstadt im Südwesten Bulgariens nahe der griechischen Grenze. Es wurde 1754 zum Herstellen, Lagern und Verkaufen von Wein gebaut und gilt als möglicherweise größtes Haus seiner Art auf dem Balkan; im Fels liegt ein langer Kellertunnel. Es ist eine der schönsten Stationen bei einem Tag zwischen den Weinhäusern von Melnik.

Im Esszimmer dieses Herrenhauses in Melnik steht ein Schrank, in dem eine dritte Person unbemerkt sitzen und mithören konnte, während zwei andere einen Handel abschlossen. Das Haus entstand 1754 für den Wein.

WoÖstlicher Teil der Stadt Melnik, Südwestbulgarien, nahe der griechischen Grenze
ArtKaufmannshaus und Weinkeller aus spätosmanischer Zeit und der Wiedergeburt, heute Privatmuseum
Ideal fürArchitektur- und Geschichtsfans, Weinfreunde und alle, die Melnik zu Fuß erkunden
AnreiseMelnik liegt am Fuß des Pirin; das Kloster Roschen ist etwa 2 km entfernt

Die Geschichte des Kordopulov-Hauses

Das Haus wurde 1754, in spätosmanischer Zeit, in der kleinen Weinstadt Melnik am Fuß des Pirin-Gebirges gebaut. Es war von Anfang an als Ort zum Herstellen, Lagern und Verkaufen von Wein gedacht und gehörte der wohlhabenden griechischen Kaufmannsfamilie Kordopoulos. Melnik hat eine lange Weintradition: Die einheimische Rebsorte Schiroka Melnischka Losa soll seit der Antike angebaut werden.

Das Haus ist im Stil des Archontiko gebaut, der für den Südwesten Makedoniens und den Norden von Epirus typisch ist. Manche Quellen vermuten, dass derselbe Baumeister auch die Metropolitankirche des heiligen Nikolaus in Melnik errichtet hat, doch das ist nur eine Annahme. Mit der Zeit zählte man es zu den größten und ältesten erhaltenen Häusern des Balkans, und im großen Saal sind bis heute venezianische Wandmalereien, Holzschnitzereien und Buntglas zu bewundern.

Der bekannteste Vertreter der Familie war Manolis Kordopoulos, ein Weinhändler, der in ganz Europa Handel trieb; als Märkte werden Paris und Venedig genannt. Er hatte in Frankreich Weinbau und Kellerwirtschaft studiert und modernisierte das Gewerbe in Melnik. In den Jahren vor den Balkankriegen gewährte er dem bulgarischen Revolutionär Jane Sandanski in seinem Haus Zuflucht. Die Quellen widersprechen sich beim Todesjahr, das mit den unruhigen Jahren um 1912 und 1916 verbunden wird; deshalb wird hier kein Datum genannt.

Nach dem Ende der Familienlinie ging das Haus an Agnesa, die entweder als Dienstmagd oder als Schwester eines Kordopoulos beschrieben wird. Sie heiratete Georgi Zinzarow, und das Paar adoptierte einen Neffen. Zwischen 1974 und 1980 wurde das Haus unter dem Architekten Georgi Labow gründlich restauriert. Heute ist es ein Privatmuseum mit einem eigenen Bereich für Weinproben und als eines der 100 Nationalen Touristenziele Bulgariens aufgeführt, in der Liste des bulgarischen Touristenverbands unter Nr. 4.

Kurioses über das Kordopulov-Haus

  • Im Esszimmer steht ein besonderer Schrank für Geschäfte zwischen zwei Personen, in dem eine dritte Person unbemerkt sitzen konnte; er hat auch einen Zugang zum großen Saal.
  • Die Decke des Saals zeigt in der Mitte eine Sonne und zwölf geometrische Figuren, die für die zwölf Apostel und die zwölf Monate des Jahres stehen.
  • In einem Schlafzimmer steht ein Kamin in Form eines Minaretts mit orthodoxem Kreuz, ein Zeichen für das Nebeneinander verschiedener Gemeinschaften.
  • Der Keller ist ein in den Fels gegrabener Tunnel für etwa 300 Tonnen Wein, allein das größte Fass fasst 12,5 Tonnen.
  • Das Haus hat sieben Innentreppen, und zwei seiner vier Geschosse bestehen aus Stein.
  • Der Saal misst etwa 90 Quadratmeter und hat 24 Fenster in zwei Reihen: Die obere mischt venezianischen und orientalischen Stil, die untere ist typisch für die Bulgarische Wiedergeburt.

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Einige Beschreibungen sind maschinell übersetzt.

Kordopulov-Haus besuchen: das sollten Sie wissen

  • Das Haus ist ein Privatmuseum mit einem Weinprobenbereich; prüfen Sie vor der Anreise die aktuellen Öffnungszeiten und Besuchsbedingungen.
  • Sehenswert sind der große Saal mit zwei Fensterreihen, die bemalte Decke, der minarettförmige Kamin, der Wintergarten und die Sommerterrasse mit steinerner Sonnenuhr.
  • Die Kellergänge sind stellenweise recht eng und niedrig und mit Lüftungskanälen ausgestattet.
  • Außerhalb des Hauses liegen die Reste einer Familienkapelle der heiligen Barbara; in der Nähe stehen das Paschahaus und das Bojarenhaus.
  • Das Kloster Roschen ist nur etwa 2 km entfernt, beides lässt sich gut in einem Ausflug verbinden.

Öffnungszeiten, Zugang und Bedingungen können sich ändern. Bitte vorab prüfen.

Karte: Lage von Kordopulov-Haus

Fotos: Kordopulov-Haus

Das Kordopulov-Haus in Melnik, zweite Ansicht
Das Kordopulov-Haus in Melnik, dritte Ansicht
Das Kordopulov-Haus in Melnik, vierte Ansicht
Das Kordopulov-Haus in Melnik, fünfte Ansicht
Das Kordopulov-Haus in Melnik, sechste Ansicht

Fragen

Was ist das Kordopulov-Haus in Melnik?

Es ist ein großes Haus aus spätosmanischer Zeit und der Wiedergeburt in Melnik, 1754 für Herstellung, Lagerung und Handel von Wein gebaut. Heute ist es ein Privatmuseum mit Weinprobenbereich.

Wo liegt das Kordopulov-Haus?

Im östlichen Teil von Melnik, einer kleinen Stadt im Südwesten Bulgariens nahe der griechischen Grenze. Das Kloster Roschen ist etwa 2 km entfernt.

Wer hat das Kordopulov-Haus gebaut?

Es entstand 1754 und gehörte der wohlhabenden griechischen Kaufmannsfamilie Kordopoulos. Der Baumeister wird in den Quellen nicht genannt.

Was ist am Keller besonders?

Der Keller ist ein in den Fels gegrabener Tunnel für etwa 300 Tonnen Wein. Das größte Fass fasst 12,5 Tonnen.

Wie alt ist das Kordopulov-Haus?

Es stammt von 1754. Zwischen 1974 und 1980 wurde es restauriert.

Was gibt es in der Nähe des Kordopulov-Hauses noch zu sehen?

In der Nähe stehen das Paschahaus und das Bojarenhaus, das Kloster Roschen liegt etwa 2 km entfernt. Melnik ist außerdem für seinen Wein bekannt, vor allem für die lokale Sorte Schiroka Melnischka Losa.

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