Kadin Most, die osmanische Steinbrücke bei Nevestino
Kadin Most, auch Nevestin Most genannt, ist eine steinerne Bogenbrücke über die Struma mitten im Dorf Nevestino in der Oblast Kjustendil im Südwesten Bulgariens. Sie wurde 1470 auf Anordnung des Großwesirs Ischak Pascha gebaut und gilt als eines der bemerkenswertesten Bauwerke ihrer Zeit im Land. Ein stiller Abstecher mit Park, Blick auf das Rila-Gebirge und düsteren Volkserzählungen.
Eine 1470 für den freien Durchgang der Reisenden gebaute Granitbrücke trägt drei Legenden, und in einer davon wird die Frau eines Baumeisters in ihre Fundamente eingemauert.
Die Geschichte der Kadin Most
Die Brücke wurde 1470 unter dem osmanischen Sultan Mehmed II. auf Anordnung des Großwesirs Ischak Pascha gebaut. Das weiß man von einer Granitplatte mit eingemeißelter Inschrift am östlichen Geländer auf der Südseite der Brücke. Der Text besagt, dass der Pascha in diesem Land diese heilige Brücke für den freien Durchgang der Reisenden errichten ließ, und er bittet Gott, sein Leben mit Freude zu erfüllen. Als Jahr nennt er 874 der Hidschra, was 1470 entspricht. Einige Jahre zuvor war der Pascha auf dem Weg nach Bosnien durch diese Gegend gezogen.
Die Brücke ist etwa 100 Meter lang und rund 5 Meter breit. Sie wurde aus großen behauenen Granitblöcken gebaut und hat ein spitzes Profil, wobei der mittlere Bogen der höchste ist. In jedem Pfeiler wurde ein Fenster ausgespart, damit das Wasser bei Hochwasser der Struma abfließen kann. Die Fahrbahn ist mit großen Granitplatten belegt, und die Geländer bestehen aus demselben Stein. Ihre Architektur mischt antike, mittelalterliche und Renaissanceformen, was erklärt, warum sie als eines der schönsten Denkmäler dieser Art aus jener Zeit in Bulgarien gilt.
Der Name Kadin Most stammt aus dem Türkischen und bedeutet „Brautbrücke“, weshalb die Brücke auch Nevestin Most heißt. Er ist mit den Legenden um ihren Bau verbunden. In der ersten kam der Bau nicht voran, weil alles, was die Meister tagsüber aufrichteten, nachts von den wilden Fluten der Struma weggespült wurde. Die Meister beschlossen, eine ihrer Frauen zu opfern, nämlich die erste, die ihnen am Morgen das Essen brachte. Es war die junge Frau des Meisters Manol (Manuil), und sie wurde in die Fundamente der Brücke eingemauert.
Nach einer zweiten Legende wurde die Brücke auf Befehl von Sultan Murad als Hochzeitsgeschenk für eine mutige bulgarische Braut gebaut. Auf einem Feldzug begegnete der Sultan an dieser Stelle einem Hochzeitszug. Die Gäste fürchteten seine Truppen nicht, und die Braut verneigte sich vor dem Sultan. Auf die Frage, welches Geschenk sie wünsche, bat sie um eine Brücke über den Fluss. Eine dritte Version besagt, sie sei auf Drängen eines örtlichen türkischen Richters, eines Kadis, entstanden, von dem der Name Kadin kommen soll.
1968 wurde die Brücke zum Architektur- und Baudenkmal von nationaler Bedeutung erklärt. Neben ihr liegt heute ein Park mit Plätzen zum Ausruhen und Angeln, und von der Brücke aus öffnet sich ein Blick auf das Rila-Gebirge. Autos dürfen sie weiterhin überqueren, mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h.
Kurioses über die Kadin Most
- Die Brücke hat zwei Namen: Kadin Most, der auf das türkische Wort für Richter verweist, und Nevestin Most, die Brautbrücke, der aus den Legenden über sie stammt.
- In jedem Pfeiler wurde ein kleines Fenster ausgespart, damit das Hochwasser der Struma abfließen kann.
- Die Inschrift am Geländer besagt, dass die Brücke für den freien Durchgang der Reisenden gebaut wurde.
- Einer Legende nach wurde die Frau des Baumeisters Manol, auch Manuil genannt, in die Fundamente eingemauert, weil sie den Meistern als Erste das Essen brachte.
- Nach einer anderen Legende bat eine mutige bulgarische Braut Sultan Murad um eine Brücke über den Fluss als Hochzeitsgeschenk, und er ließ sie bauen.
- Der Autor Efrem Karanow veröffentlichte schon 1883 einen Aufsatz über Volksglauben beim Bau neuer Gebäude, in dem auch diese Brücke erwähnt wird.
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Details ansehen ›Einige Beschreibungen sind maschinell übersetzt.
Die Kadin Most besuchen: das sollten Sie wissen
- Die Brücke steht mitten im Dorf Nevestino, daher genügt ein kurzer Halt statt eines langen Spaziergangs.
- Suchen Sie die Granitplatte mit der eingemeißelten Inschrift am östlichen Geländer auf der Südseite und die kleinen Fenster in den Pfeilern.
- Neben der Brücke liegt ein Park mit Plätzen zum Ausruhen und Angeln, und von der Brücke blickt man zum Rila-Gebirge.
- Die Brücke kann mit dem Auto überquert werden, mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h.
- In der Nähe liegen mehrere Klöster, darunter das Kloster Ruen in rund 12 km und das Kloster Boboschewo in rund 15 km Entfernung.
Öffnungszeiten, Zugang und Bedingungen können sich ändern. Bitte vorab prüfen.
Karte: Lage von Kadin Most
Fotos: Kadin Most



Fragen
Was ist die Kadin Most?
Die Kadin Most ist eine osmanische steinerne Bogenbrücke über die Struma bei Nevestino in Südwestbulgarien. Sie wurde 1470 gebaut und heißt auch Nevestin Most, Brautbrücke.
Wo liegt die Kadin Most?
Sie steht im Zentrum des Dorfes Nevestino in der Oblast Kjustendil im Südwesten Bulgariens.
Wer baute die Kadin Most und wann?
Sie wurde 1470 unter Sultan Mehmed II. auf Anordnung des Großwesirs Ischak Pascha gebaut, wie eine Steininschrift belegt.
Warum heißt sie Brautbrücke?
Der Name hängt mit Legenden zusammen. In einer wird die Frau des Baumeisters Manol in die Fundamente eingemauert, in einer anderen ist die Brücke ein Hochzeitsgeschenk für eine mutige bulgarische Braut.
Kann man die Kadin Most noch überqueren?
Ja. Die Brücke kann mit dem Auto befahren werden, mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h, und neben ihr liegt ein Park.
Was gibt es in der Nähe der Kadin Most noch zu sehen?
Das Kloster Ruen ist rund 12 km entfernt, das Kloster Boboschewo rund 15 km. Das Kloster Zemen liegt etwa 25 km von der Brücke entfernt.
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