Leuchtturm Schabla, der älteste Leuchtturm an Bulgariens Schwarzmeerküste
Der Leuchtturm Schabla erhebt sich am Kap Schabla in der Oblast Dobritsch, einige Kilometer östlich der Stadt Schabla, am östlichsten Punkt Bulgariens. Er gilt als ältester und einer der höchsten Leuchttürme an der bulgarischen Schwarzmeerküste. Der Turm steht zwischen den Ruinen einer alten Festung, was dieses windumtoste Kap zu einem lohnenden Abstecher für Liebhaber von Meer, Geschichte und weiten Horizonten macht.
Bulgariens ältester Seeleuchtturm steht inmitten der Ruinen einer Festung aus dem 4. Jahrhundert, und das Meer rückte in weniger als 50 Jahren von 29 auf nur noch 13 Meter an seine Mauern heran.
Die Geschichte des Leuchtturms Schabla
Seefahrer nutzen dieses Kap seit sehr langer Zeit. In der Antike gehörte das Gebiet thrakischen Stämmen, und eine thrakische Siedlung des 6. bis 5. Jahrhunderts v. Chr. wuchs zu einem Schwarzmeerhafen heran, den die Griechen Karon Limen nannten und der mit der Bucht südlich des Kaps Schabla gleichgesetzt wird. Der Hafen blühte in römischer und frühbyzantinischer Zeit, und der heutige Turm steht mitten in den Ruinen einer Festung aus dem 4. Jahrhundert n. Chr.
Ein erster Leuchtturm entstand hier unter osmanischer Herrschaft im 18. Jahrhundert. Über das genaue Datum sind sich die Quellen nicht einig: Die deutsche Wikipedia nennt die Zeit zwischen 1756 und 1786, der englische Artikel 1765 oder 1768. Wie auch immer, es war ein Warnfeuer an einer der exponiertesten Landspitzen des westlichen Schwarzen Meeres, und er gilt als ältester Leuchtturm der bulgarischen Küste.
Das heutige Aussehen verdankt der Turm dem Krimkrieg von 1853 bis 1856. In diesen Jahren wurde der alte Leuchtturm umgebaut und nach den deutschen und englischen Angaben am 15. Juli 1856 in Betrieb genommen. Die bulgarische Wikipedia erwähnt eine Wiederherstellung 1856 und eine offizielle Eröffnung 1857, während der rumänische und der polnische Artikel von einem Bau 1856 und einer Einweihung ein Jahr später sprechen. Die Inbetriebnahme lässt sich daher am besten mit 1856 oder 1857 angeben.
Das Bauwerk ist ein achteckiger Turm mit Galerie und Laterne auf einem großen dreistöckigen quadratischen Steinsockel; ein Wärterhaus ist angeschlossen. Er wurde nur aus mit Mörtel verbundenen Steinen errichtet, ohne zusätzliche Stützkonstruktionen, und seine Wände sind bis zu 1,2 Meter dick. Sein weißes Licht blinkt alle 20 Sekunden und ist bei guter Sicht aus etwa 17 Seemeilen, also rund 30 km, zu sehen. Früher zeigte er den Seeleuten, dass sie etwa die Hälfte der Strecke zwischen Bosporus und Donaudelta erreicht hatten; heute warnt er die Schiffe vor den Untiefen zwischen dem Kap und dem weiter südlich gelegenen Dorf Tjulenowo.
Auch am Kap selbst arbeitet das Meer. Der deutsche Artikel nennt für 1948 eine Entfernung von 29 Metern zum Ufer, die sich durch Küstenerosion bis 1996 auf 13 Meter verringerte. Der Leuchtturm ist weiterhin eine aktive Seezeichenanlage, betreut von Wärtern in Achtstundenschichten, und ein bekanntes Wahrzeichen der Küste und beliebtes Ausflugsziel geworden.
Kurioses über den Leuchtturm Schabla
- Der Leuchtturm markiert den östlichsten Punkt Bulgariens und ist der älteste an der Schwarzmeerküste des Landes.
- Der Turm erhebt sich in den Ruinen einer byzantinischen Festung aus dem 4. Jahrhundert n. Chr.
- Seine Wände sind bis zu 1,2 Meter dick, und er wurde allein aus Stein und Mörtel errichtet, ohne zusätzliche Stützkonstruktion.
- Durch Küstenerosion schrumpfte der Abstand zwischen Turm und Ufer von 29 Metern im Jahr 1948 auf 13 Meter im Jahr 1996.
- Sein weißes Licht blinkt alle 20 Sekunden und ist bei guter Sicht aus etwa 17 Seemeilen zu sehen.
- Für Seeleute zeigte er einst an, dass sie ungefähr die Hälfte der Strecke zwischen Bosporus und Donaudelta zurückgelegt hatten.
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Den Leuchtturm Schabla besuchen: das sollten Sie wissen
- Der Leuchtturm steht am Kap Schabla, einige Kilometer östlich der Stadt Schabla, und ist über die Küstenstraße zu erreichen.
- Achten Sie auf die Festungsruinen rund um den Turm, auf die achteckige Form des Turms mit Galerie und auf das angeschlossene Wärterhaus.
- Das Kap ist der östlichste Punkt Bulgariens, die Ausblicke aufs offene Meer sind daher ein großer Teil des Besuchs.
- Wer an der Küste nach Süden weiterfährt, erreicht das Dorf Tjulenowo und den Beginn des felsigen Küstenabschnitts mit hohen Klippen.
- Die Quellen sagen nicht, ob man den Turm besteigen oder betreten kann; er ist ein aktiver Leuchtturm, prüfen Sie daher vor dem Besuch die aktuellen Zugangsbedingungen.
Öffnungszeiten, Zugang und Bedingungen können sich ändern. Bitte vorab prüfen.
Karte: Lage von Leuchtturm Schabla
Fotos: Leuchtturm Schabla





Fragen
Was ist der Leuchtturm Schabla?
Es ist ein Seeleuchtturm am Kap Schabla im Nordosten Bulgariens und gilt als ältester an der bulgarischen Schwarzmeerküste. Er steht am östlichsten Punkt des Landes.
Wo liegt der Leuchtturm Schabla?
In der Oblast Dobritsch, einige Kilometer östlich der Stadt Schabla am Schwarzen Meer. Die rumänische Grenze liegt etwa 22 km weiter nördlich.
Wie alt ist der Leuchtturm Schabla?
Ein erster Leuchtturm entstand in osmanischer Zeit im 18. Jahrhundert, der heutige Turm geht auf einen Umbau während des Krimkrieges zurück und wurde je nach Quelle 1856 oder 1857 eröffnet.
Was steht rund um den Leuchtturm?
Der Turm steht zwischen den Ruinen einer byzantinischen Festung aus dem 4. Jahrhundert n. Chr.; ein Wärterhaus ist angeschlossen.
Wie weit ist das Licht zu sehen?
Bei guter Sicht ist das weiße Licht, das alle 20 Sekunden blinkt, aus etwa 17 Seemeilen zu sehen, also rund 30 km.
Was gibt es in der Nähe des Leuchtturms Schabla noch zu sehen?
Der archäologische Komplex von Durankulak liegt rund 16 km entfernt, der Leuchtturm Kaliakra etwa 23 km. Nach Süden führt die Küste nach Tjulenowo und zu seinen Klippen.
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