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Das Römische Grab in Silistra
Thrakisch & römischNordbulgarien und Donau

Das Römische Grab in Silistra, eine bemalte Kammer der Spätantike

Das Römische Grab von Silistra ist eine kleine unterirdische Grabkammer der antiken Stadt Durostorum in der Donaustadt Silistra im Nordosten Bulgariens. Wände und Boden sind mit Fresken bedeckt, weshalb es das am besten erhaltene Bauwerk der römischen Stadt ist. Für Liebhaber spätantiker Kunst gehört es zu den wichtigsten und meistdiskutierten Denkmälern Bulgariens.

Eine wohlhabende Familie im antiken Durostorum ließ diese Grabkammer in kräftigen Farben ausmalen, mit Dienern, die ihren Herrschaften Gaben bringen, doch bestattet wurde hier offenbar nie jemand.

WoStadt Silistra an der unteren Donau, an der Kreuzung von Sedmi-Septemvri- und Bojka-Wojwoda-Straße
ArtSpätrömisches Grab mit Wandmalereien in der antiken Stadt Durostorum
Ideal fürLiebhaber antiker und spätantiker Kunst sowie Reisende entlang der Donau
AnreiseIn der Stadt Silistra selbst; der Besuch wird vorab mit dem Historischen Museum der Stadt abgestimmt

Die Geschichte des Römischen Grabs in Silistra

Silistra liegt am Südufer der unteren Donau in der historischen Region Dobrudscha, und zur Römerzeit hieß die Stadt an dieser Stelle Durostorum. Von den Bauten jener Stadt ist die Grabkammer das am besten erhaltene. Sie gehört zu einer spätantiken Nekropole, und rings um sie liegen Ruinen weiterer ähnlicher Anlagen, ein Hinweis darauf, dass die Familie, die das Grab in Auftrag gab, eine von mehreren wohlhabenden Familien der Stadt war.

Das Grab stammt aus dem 4. Jahrhundert. Obwohl der Einfluss des Christentums Silistra damals bereits erreicht hatte, sind die Malereien eindeutig heidnische Kunst im Auftrag eines heidnischen Besitzers. Deshalb halten Forscher es für wahrscheinlich, dass das Grab vor der Verfolgung des römischen Heidentums unter Kaiser Theodosius I. entstand. Wahrscheinlich ging sein Bau auch dem Einfall der Goten in Durostorum in den Jahren 376–378 voraus, der in der Stadt große Unruhe auslöste. Polnische Quellen ergänzen, dass das Grab für einen angesehenen Bürger von Durostorum errichtet und bemalt, am Ende aber nicht benutzt wurde.

Eine Erklärung für die leere Kammer lautet, dass die Invasion die an der Wand dargestellte Familie zur Flucht aus der Stadt veranlasste, was das Fehlen von Bestattungen erklären würde. Andere Forscher beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit dem Grab, wegen der Qualität und Vielfalt der Malereien, und es wurde als eines der am meisten untersuchten und diskutierten Denkmäler der spätantiken Kunst in Bulgarien und auf dem Balkan bezeichnet.

Entdeckt wurde das Grab 1942 durch Zufall am südlichen Stadtrand von Silistra. Die Stadt war gerade erst nach dem Vertrag von Craiova von 1940 von Rumänien an Bulgarien zurückgegeben worden. 1984 wurde das Römische Grab von Silistra in die Tentativliste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.

Der Bau selbst ist bescheiden. Es ist eine Steinkammer von 3,30 mal 2,60 Metern, von West nach Ost ausgerichtet, mit dem Eingang in der Ostwand und einem halbzylindrischen Backsteingewölbe. Rechteckige Keramikplatten, in Fresko-Secco-Technik bemalt, bedecken den Boden. Anders als bei den meisten anderen bekannten römischen Gräbern dieser Zeit auf dem Balkan ist der gesamte Innenraum mit vielfarbigen Malereien überzogen. Entlang der Nord-, Süd- und Ostwand zieht eine Prozession von Dienern, an der Westwand, dem Eingang gegenüber, sind der Herr und seine Frau dargestellt. Ein Fries aus 11 Feldern zeigt Diener und Dienerinnen, die Gaben und Gewänder bringen; dazu kommen Jagdszenen, Leuchter, Pflanzen, Pfauen und Tauben.

Kurioses über das Römische Grab in Silistra

  • Das Grab hat offenbar nie eine Bestattung aufgenommen, obwohl es für einen angesehenen Bürger von Durostorum errichtet und ausgestattet wurde.
  • Selbst der Boden ist bemalt: Rechteckige Keramikplatten in Fresko-Secco-Technik bedecken ihn von Wand zu Wand.
  • Ein Fries aus 11 Feldern zeigt Diener, die dem Herrn und seiner Frau Gaben und Gewänder bringen; das Paar blickt von der Westwand auf die Besucher.
  • Die meisten römischen Gräber dieser Zeit auf dem Balkan sind nicht im gesamten Innenraum bemalt, was dieses besonders macht.
  • Es wurde 1942 rein zufällig gefunden, kurz nachdem Silistra nach dem Vertrag von Craiova an Bulgarien zurückgekehrt war.
  • Pfauen und Tauben, Jagdszenen und Leuchter gehören zu den Motiven an Wänden und Gewölbe.

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Einige Beschreibungen sind maschinell übersetzt.

Das Römische Grab in Silistra besuchen

  • Das Grab liegt in Silistra an der Kreuzung von Sedmi-Septemvri- und Bojka-Wojwoda-Straße.
  • Wegen der empfindlichen Malereien ist ein Besuch nur nach vorheriger Absprache mit dem Regionalen Historischen Museum Silistra möglich und kann vom Wetter abhängen; fragen Sie vor der Anreise nach.
  • Die Kammer ist klein, etwa 3,3 mal 2,6 Meter, rechnen Sie also mit einem kurzen, aber dichten Blick auf die Fresken.
  • In Silistra gibt es außerdem Reste einer mittelalterlichen Festung und eines osmanischen Forts, die sich leicht am selben Tag besichtigen lassen.
  • Prüfen Sie vor der Anreise die aktuellen Besuchsbedingungen; Öffnungszeiten nennt dieser Führer nicht.

Öffnungszeiten, Zugang und Bedingungen können sich ändern. Bitte vorab prüfen.

Karte: Lage von Römisches Grab in Silistra

Fragen

Was ist das Römische Grab in Silistra?

Es ist eine spätrömische Grabkammer der antiken Stadt Durostorum aus dem 4. Jahrhundert. Ihr Innenraum ist mit gut erhaltenen Fresken bedeckt.

Wo liegt das Römische Grab in Silistra?

Es liegt in der Stadt Silistra an der Donau, an der Kreuzung von Sedmi-Septemvri- und Bojka-Wojwoda-Straße.

Kann man das Römische Grab in Silistra besichtigen?

Ja, aber nur nach vorheriger Anmeldung beim Regionalen Historischen Museum Silistra, und aus Gründen der Erhaltung kann der Besuch vom Wetter abhängen.

Was zeigen die Malereien im Römischen Grab?

Eine Prozession von Dienern und Dienerinnen bringt dem Herrn und seiner Frau an der Westwand Gaben. Dazu kommen Jagdszenen, Leuchter, Pflanzen, Pfauen und Tauben.

Wurde im Römischen Grab von Silistra jemand bestattet?

Bestattungen wurden nicht gefunden. Eine Erklärung ist die Flucht der Familie beim Gotenangriff 376–378; polnische Quellen sagen, das Grab sei am Ende nicht benutzt worden.

Ist das Römische Grab in Silistra UNESCO-Welterbe?

Es steht seit 1984 auf der Tentativliste des UNESCO-Welterbes, was ein vorläufiger Schritt und keine vollständige Eintragung ist.

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