Kloster Klisura, ein stilles Nonnenkloster im westlichen Balkangebirge
Das Kloster der heiligen Kyrill und Method ist ein aktives bulgarisch-orthodoxes Nonnenkloster in Nordwestbulgarien, rund 9 km von Berkowiza und 85 km von Sofia entfernt. Es liegt am Fuß der Nordhänge des Gipfels Todorini Kukli und gilt als viertgrößtes Kloster des Landes. Wer einen ruhigen, landschaftlich reizvollen Halt zwischen Berkowiza und Waršez sucht, ist hier richtig.
Kloster Klisura gilt amtlich als eigene Siedlung, doch bei der Volkszählung 2011 zählte es nur 16 Einwohner. Seine Gründung wird auf 1240 datiert, und Feuer suchte es immer wieder heim.
Die Geschichte des Klosters Klisura
Das Kloster soll 1240 gegründet worden sein, zur Zeit des Zweiten Bulgarischen Reiches, an einem bewaldeten Ort unterhalb der Nordhänge der Todorini Kukli im westlichen Balkangebirge. Seine ersten Jahrhunderte sind kaum belegt. Einig sind sich die Quellen darin, dass die Gemeinschaft während der osmanischen Herrschaft mehrfach niedergebrannt, zerstört und von den örtlichen Christen wieder aufgebaut wurde.
Eine der dunkelsten Episoden wird auf das Jahr 1862 datiert: Das Kloster wurde in Brand gesetzt, und Mönche und Pilger wurden von einem türkischen Pascha und seinen Soldaten getötet. Der Ort musste fast von Grund auf neu errichtet werden. Die Arbeit leitete in der Zeit der Bulgarischen Wiedergeburt der Hieromonach Antim, mit weltlichem Namen Alexander Damjanow, aus Berkowiza. 1869 errichtete er das Klosterküchengebäude, danach die Kapelle des heiligen Nikolaus und das Ajasma, die heilige Quelle, die bis heute zur Anlage gehört.
Die Hauptkirche der Apostelgleichen Kyrill und Method entstand zwischen 1887 und 1890 und wurde 1891 offiziell geweiht. Antim blieb bis zu seinem Tod 1922 Stifter und Abt, und ein weiterer bekannter Spender war Ilija Stojanow. 1936–37 wurden Kirche und Kloster restauriert und haben dieses Aussehen bis heute bewahrt. Die Restaurierung führten Handwerksmeister aus Samokow aus, die auch die Ikonostase schufen.
Die Wandmalereien schuf der Maler Gospodin Schelesjakow, der bei einem Sturz vom Gerüst in der Kuppel ums Leben kam. Vollendet wurde die Arbeit von seiner Tochter und seinem Schwiegersohn, den Malern Olga Bogdanowa und Prof. Georgi Bogdanow. Im Kloster finden sich außerdem einzelne Ikonen russischer Künstler und Werke von Meistern der Debar-Malschule. Heute umfasst die Anlage zwei Kirchen, drei Wohngebäude, einen Wirtschaftshof und eine Küche.
Seit Mai 2007 leben im Kloster sechs Nonnen, Bulgarinnen aus Vardar-Mazedonien, die hier das klösterliche Leben fortführen. Das Patronatsfest des Klosters wird am 11. Mai gefeiert.
Kurioses über das Kloster Klisura
- Das Kloster hat den Status einer eigenen Siedlung, und bei der Volkszählung 2011 wurden nur 16 Einwohner erfasst.
- Es gilt als viertgrößtes Kloster Bulgariens, mit zwei Kirchen, drei Wohngebäuden, einem Wirtschaftshof und einer Küche.
- Der Maler der Wandbilder in der Hauptkirche, Gospodin Schelesjakow, starb bei einem Sturz vom Gerüst in der Kuppel; seine Tochter und sein Schwiegersohn vollendeten das Werk.
- Die Ikonostase und die Restaurierung von 1936–37 stammen von Handwerksmeistern aus Samokow.
- Neben bulgarischen Arbeiten besitzt das Kloster einzelne Ikonen russischer Künstler und Werke der Debar-Malschule.
- Ein kurzer Film über die bulgarischen Nonnen aus Vardar-Mazedonien, die sich 2007 hier niederließen, ist online veröffentlicht.
Touren in der Nähe: Kloster Klisura
Erlebnisse in der Umgebung, die Sie online über Viator buchen können:

Ganztägige Belogradchik Felsen und Belogradchik Festung von Sofia
Details ansehen ›
Halbtagestour um Sofia und die Berge mit Thermalbad
Details ansehen ›
Ballonflug über die Belogradtschik-Felsen + Extras
Details ansehen ›
ATV Off Road Tour in der Nähe von Sofia geführte Quad-Bike-Erlebnis
Details ansehen ›Einige Beschreibungen sind maschinell übersetzt.
Kloster Klisura besuchen: das sollten Sie wissen
- Das Kloster ist ein aktives Nonnenkloster, daher sind dezente Kleidung und Ruhe angemessen; prüfen Sie vor der Anreise die aktuellen Besuchsbedingungen und Öffnungszeiten.
- Sehenswert sind die Hauptkirche der heiligen Kyrill und Method mit Wandmalereien und Ikonostase, die Kapelle des heiligen Nikolaus und das Ajasma, die heilige Quelle.
- Die Lage am Fuß der Todorini Kukli lädt zu einer kurzen Rast und einem Spaziergang ein; genauere Wanderinformationen enthalten die Quellen nicht.
- Berkowiza liegt etwa 9 km entfernt, Waršez auf der anderen Seite des Klosters; der Besuch lässt sich leicht in einen Tag im westlichen Balkangebirge einbauen.
Öffnungszeiten, Zugang und Bedingungen können sich ändern. Bitte vorab prüfen.
Karte: Lage von Kloster Klisura
Fotos: Kloster Klisura





Fragen
Was ist das Kloster Klisura?
Das Kloster Klisura, bulgarisch Klisurski manastir, ist ein aktives bulgarisch-orthodoxes Nonnenkloster der heiligen Kyrill und Method in der Eparchie Widin. Es gilt als viertgrößtes Kloster Bulgariens.
Wo liegt das Kloster Klisura?
In Nordwestbulgarien in der Oblast Montana, zwischen den Städten Berkowiza und Waršez. Es ist etwa 9 km von Berkowiza und 85 km von Sofia entfernt.
Wann wurde das Kloster Klisura gegründet?
Die Gründung wird auf 1240 datiert, zur Zeit des Zweiten Bulgarischen Reiches. Unter osmanischer Herrschaft wurde es mehrfach zerstört, ab 1869 wieder aufgebaut, und die Kirche wurde 1891 geweiht.
Wer lebt heute im Kloster Klisura?
Es ist ein Nonnenkloster. Seit Mai 2007 leben dort sechs bulgarische Nonnen aus Vardar-Mazedonien.
Wann ist das Patronatsfest des Klosters?
Das Patronatsfest wird am 11. Mai gefeiert.
Was gibt es im Kloster Klisura zu sehen?
Hauptsehenswürdigkeiten sind die Kirche der heiligen Kyrill und Method mit Wandmalereien und einer Ikonostase aus der Restaurierung von 1936–37, die Nikolauskapelle und die heilige Quelle. Das Kloster liegt reizvoll unterhalb des Gipfels Todorini Kukli.
Auch in der Nähe
Kurt-Pascha-Turm
Wraza · Wohnturm des 17. Jahrhunderts, der wie eine Burg wirkt
28 km entfernt
Kloster Wratschesch
Botewgrad · aktives Kloster, geboren aus einem Sieg des Mittelalters
52 km entfernt
Brunnentempel von Garlo
Garlo · unterirdischer Brunnentempel mit sardischen Anklängen
53 km entfernt
Löwenbrücke
Sofia · Brücke von 1891 mit vier Bronzelöwen
54 km entfernt