Kloster Basarbowski, das Höhlenkloster über dem Russenski Lom
Das Kloster Basarbowski, offiziell Kloster des heiligen Dimitar Basarbowski, ist ein bulgarisch-orthodoxes Höhlenkloster im Tal des Russenski Lom, rund 10 km von Russe im Nordosten Bulgariens. Seine Kapellen sind etwa 35 Meter über dem Fluss in den Fels gehauen, und noch heute leben hier Mönche. Es ist ein ruhiger, leicht erreichbarer Abstecher für alle, die verborgene Sehenswürdigkeiten in Bulgarien suchen.
Der Hirte und Einsiedler, der in diesen Felsen lebte, starb 1685, doch seine Reliquien ruhen heute in Bukarest. Der Legende nach hörte dort die Pest auf zu wüten, als sie in die Stadt kamen.
Die Geschichte des Klosters Basarbowski
Das Kloster liegt im Tal des Russenski Lom, der nach Norden zur Donau fließt, und seine Höhlenkapellen befinden sich etwa 35 Meter über dem Wasser. Üblicherweise heißt es, es sei im Zweiten Bulgarischen Reich, im 12. bis 14. Jahrhundert, gegründet worden, doch die ältesten schriftlichen Belege sind jünger. Ein osmanisches Steuerregister von 1431 nennt einen Besitz namens „Besaraba“ mit 14 Haushalten und vermerkt ihn zugleich als Timar des „großen Woiwoden“, worunter Iwanko Besarab, der Schwiegervater von Zar Iwan Alexander, verstanden wird.
Einer anderen Überlieferung zufolge war das Kloster zunächst dem heiligen Theodor Tiro und dem heiligen Theodor Stratelates geweiht. Als Stifterin gilt Zarin Theodora Basarab, die erste Frau von Iwan Alexander und Tochter des walachischen Woiwoden Iwanko Basarab, nach dem auch das nahe Dorf Bassarbowo benannt ist. Diese Angaben beruhen auf Überlieferung und lassen sich nicht an erhaltenen Dokumenten überprüfen.
Weithin bekannt wurde das Kloster im 17. Jahrhundert durch den heiligen Dimitar Basarbowski. Er war Hirte, entschied sich für ein asketisches Leben zwischen den Felsen des Klosters und starb 1685. Auch Paisij von Hilandar erwähnt ihn im 18. Jahrhundert in seiner „Istorija slawjanobolgarskaja“. Zunächst wurde er in der Dorfkirche beigesetzt, weshalb der Ort jahrhundertelang mit seinem Andenken verbunden blieb.
Während des Russisch-Türkischen Krieges von 1768 bis 1774 erklärte sich General Pjotr Saltykow bereit, die Reliquien des Heiligen nach Russland zu bringen. Der Weg führte durch Rumänien, wo damals die Pest wütete. Der Legende nach hörten die Menschen auf zu sterben, sobald die Reliquien Bukarest erreichten, und die Bewohner baten den General, den Leichnam des Heiligen bei ihnen zu lassen. Am 13. Juli 1774 wurden die Reliquien in Bukarest beigesetzt; dort ruhen sie bis heute, in der Kirche der Heiligen Konstantin und Helena.
1937 ließ sich der Mönch Vater Chrisant im Höhlenkloster nieder und begann, es zu erneuern. Heute ist es aktiv und wurde laut Wikipedia 1978 zum Denkmal von lokaler Bedeutung erklärt. 2016 wurde im Kloster eine neue, größere Kirche geweiht, die der Verklärung des Herrn gewidmet ist; ihr Inneres ist vollständig ausgemalt. Das Patronatsfest wird Ende Oktober am Tag des heiligen Dimitar Basarbowski gefeiert. Das Kloster gehört außerdem zu den „100 nationalen touristischen Objekten“, die vom Bulgarischen Tourismusverband zusammengestellt wurden.
Kurioses über das Kloster Basarbowski
- Der Schutzheilige begann sein Leben als Hirte, und seine Reliquien ruhen seit 1774 in Bukarest, nicht in Bulgarien.
- Der Legende nach endete die Pest in Bukarest in dem Moment, als die Reliquien des Heiligen in die Stadt kamen.
- Das Kloster wird im Steuerregister von 1431 unter dem Namen „Besaraba“ mit 14 Haushalten erwähnt.
- Dorf und Kloster werden der Überlieferung nach mit der walachischen Herrscherfamilie Basarab verbunden, über den Woiwoden Iwanko Basarab.
- Die englische Wikipedia nennt Basarbowski das einzige aktive Höhlenkloster der neueren bulgarischen Geschichte, die bulgarische Wikipedia eines von zweien, neben dem Kloster Rasboischte.
- Das Kloster steht auf der Liste der „100 nationalen touristischen Objekte“ des Bulgarischen Tourismusverbands.
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Kloster Basarbowski besuchen: das sollten Sie wissen
- Das Kloster ist aktiv, daher bitte ruhig und angemessen gekleidet besuchen; prüfen Sie vor der Anreise die aktuellen Öffnungszeiten und Besuchsregeln.
- Sehenswert sind die in die Felswand über dem Fluss gehauenen Kapellen und die 2016 geweihte, vollständig ausgemalte neue Kirche der Verklärung.
- Die Umgebung ist das grüne Tal des Russenski Lom, geeignet für einen kurzen Spaziergang und für Fotos.
- Das Kloster liegt rund 10 km von Russe entfernt und eignet sich gut für einen Halbtagesausflug von der Stadt.
- In der Nähe liegen weitere Orte dieses Führers: der Fernsehturm von Russe, das Freiheitsdenkmal und die Festung Tscherwen.
Öffnungszeiten, Zugang und Bedingungen können sich ändern. Bitte vorab prüfen.
Karte: Lage von Kloster Basarbowski
Fotos: Kloster Basarbowski





Fragen
Was ist das Kloster Basarbowski?
Das Kloster Basarbowski, eigentlich Kloster des heiligen Dimitar Basarbowski, ist ein bulgarisch-orthodoxes Höhlenkloster im Tal des Russenski Lom bei Russe. Noch heute leben und beten hier Mönche.
Wo liegt das Kloster Basarbowski und wie weit ist es von Russe entfernt?
Es liegt beim Dorf Bassarbowo, rund 10 km von der Stadt Russe im Nordosten Bulgariens. Die Kapellen sind etwa 35 Meter über dem Fluss in den Fels gehauen.
Wer war der heilige Dimitar Basarbowski?
Er war Hirte, lebte als Asket zwischen den Felsen des Klosters und starb 1685. Seine Reliquien kamen 1774 nach Bukarest und ruhen dort bis heute.
Wie alt ist das Kloster Basarbowski?
Es soll aus dem Zweiten Bulgarischen Reich stammen, also aus dem 12. bis 14. Jahrhundert. Die älteste schriftliche Erwähnung steht in einem osmanischen Steuerregister von 1431.
Leben im Kloster Basarbowski noch Mönche?
Ja, das Kloster ist aktiv. Der Mönch Vater Chrisant belebte es 1937 wieder, und 2016 wurde eine neue Kirche geweiht.
Was gibt es in der Nähe des Klosters Basarbowski noch zu sehen?
Der Fernsehturm von Russe und das Freiheitsdenkmal sind nah, und die Festung Tscherwen liegt etwa 17 km entfernt.
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